Information zum Thema Coronavirus

Wir haben keine aktuellen Corona-Fälle in der Parkresidenz

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Sondersituation – Genesene MitarbeiterInnen

Wir sind nun durch das leider Erlebte der letzten Monate in einer Sondersituation – Zwei Drittel unserer MitarbeiterInnen in der Pflege und Reinigung sind nachweislich Corona-Genesene (positiver PCR-Test mit abschließend mehrfachen negativen PCR-Tests). Momentan kann davon ausgegangen werden, daß sich diese in der nächsten Zeit nicht mehr mit dem Virus infizieren können, und dieses somit auch nicht weiterverbreiten können – auch wenn die Behörde dies bei den Vorschriften anders sieht.

Auch einige unserer BewohnerInnen sind Corona-Genesene, weshalb die Situation im Haus momentan sehr sicher ist, vorallem weil wir unsere Tätigkeiten darauf abgestimmt haben, daß kein negativer Mitarbeiter mit einem negativen Bewohner (negativ im Sinne von kein Corona gehabt) näher in Kontakt kommen darf. Nach wie vor ist die Pflege von Menschen der intimste und direkteste Kontakt mit der größten Ansteckungsgefahr. Genau hier gilt es den besten Schutz (nebst anderer Vorkehrungsmaßnahmen) zu ergreifen – aus unserer Sicht die Betreuung durch genesene MitarbeiterInnen.

Unsere negativen MitarbeiterInnen kümmern sich derzeit fast ausschließlich um genesene BewohnerInnen, bei denen eine Ansteckungsgefahr nicht mehr gegeben sein sollte. Bei den leichtesten Anzeichen sind MitarbeiterInnen sofort vom Dienst befreit bis geklärt ist, ob Corona im Spiel ist.

Bei BewohnerInnen mit Symptomen wird umgehend eine Isolierung in der Wohnung durchgeführt und ein Test angefordert um die Isolierung wieder aufheben zu können. Wir setzen bei sämtlichen in Frage kommenden Symptomen Alles in Bewegung umgehend einen Test zu erhalten. Bisher war dies einmal der Fall und mit dem nötigen Nachdruck bei den ÄrztInnen konnte ein Test erwirkt werden, der erwartungsgemäß, da es sich um eine Corona-genesene Bewohnerin handelte, negativ ausfiel – Allerdings wollte uns auch kein Arzt schriftlich ausstellen, daß eine Testung nicht notwendig sei…

Das Wichtigste unseres Tuns ist schon immer das Wohlergehen unserer BewohnerInnen. Corona hat uns leider zu einem Zeitpunkt erwischt, als Schutzausrüstungen absolute Mangelware waren und von Besucherverboten oder Ähnlichem noch keine Rede war und gar ein „Herunterfahren“ der österreichischen Wirtschaft kaum jemand für möglich gehalten hätte – Vorallem aber zu einem Zeitpunkt wo Tests einfach nicht zu erhalten waren!

Anfang März war das Virus anscheinend doch schon weiter als es die Medien kolportierten oder die Verantwortlichen an den 1450 Hotlines oder Amtsärzte wahrhaben wollten. Wir konnten bei unseren Recherchen keinen Kontakt zu Tirol oder Italien finden… Und die bei uns erlebten Symptome waren mit den damals allgemein bekannten Symptomen nicht wirklich vergleichbar, weshalb vermutlich keine/r der involvierten ÄrztInnen einen Coronabezug ernsthaft in Erwägung zog. Leider hatte das Virus viel zu lange Zeit, sich unerkannt in unserem Haus zu verbreiten. Die Gefährlichkeit des Virus beim Aufeinandertreffen mit Menschen über 90 Jahren und teilweisen schweren Vorerkrankungen wurde daraufhin leider allzu sichtbar.

3 Wochen nach der letzten behördlichen Kontrolle haben wir nun ein 36-seitiges Gutachten zum Thema Pflege in Händen. Ähnlich dem Hygienethema gibt es hier Einiges zu tun, was wir in den nächsten Wochen abarbeiten werden. Unserer Pflegedienstleitung wird sicherlich nicht langweilig.

12. Mai – Dritte behördliche Kontrolle

Einen Tag nach der Heimkehr unserer letzten BewohnerInnen erstattete uns die Behörde eine unangemeldete Kontrolle. Sämtliche BewohnerInnen wurden besucht und befragt, die Pflegedokumentation und Dienstpläne unter die Lupe genommen sowie weiterhin Hygienethemen behandelt und auf Fristen hingewiesen.

7. bis 11. Mai – Heimkehr unserer BewohnerInnen

Am 7. Mai war es endlich soweit. Die ersten BewohnerInnen wurden mit Rettungen in die Parkresidenz gebracht. Die lange gehegte Aussicht auf die eigene Wohnung und die Möglichkeit wieder in den Park zu gehen, aber vorallem das Wiedersehen der gewohnten Menschen wurde nach 5 Wochen endlich Wirklichkeit und dementsprechend groß war die Begeisterung bei der Heimkehr. Dann auch noch gleich ein Mittagessen im Restaurant –  wenn auch jeder an einem eigenen Tisch – war ein Highlight nach 5 Wochen in denen das Krankenhauszimmer in einigen Fällen nur ganze zwei mal für einen Spaziergang am Gang verlassen wurde.

Am 8. und 11. Mai konnten wir den Rest der BewohnerInnen willkommen heissen und nun endlich daran arbeiten, sowohl für unsere BewohnerInnen, als auch innerhalb des Betriebes wieder eine Form der Normalität einkehren zu lassen – Auch wenn die Situation mit den Behörden noch lange nicht aus dem Weg geräumt war.

5. Mai – Zweite behördliche Kontrolle

Nach über einem Monat seit der Evakuierung, unzähligen Dokumenten, einer 10tägigen Grundreinigung des ganzen Hauses mit abschließender (sinnloser) Komplettdesinfektion, die 2 Tage in Anspruch nahm, kündigte die Behörde eine weitere Kontrolle für den 5. Mai an. Inzwischen waren fast alle MitarbeiterInnen wieder genesen und wir konnten die Kontrolle mit dem Großteil der verantwortlichen MitarbeiterInnen durchführen.

Nach einer 11-stündigen Behördenkontrolle konnten wir wenigstens klarstellen, daß wir nicht behördlich geschlossen sind (und nie waren) und die Wiederaufnahme unserer Bewohner selbst terminisieren können. Obwohl ein Teil der Mängelliste nach wie vor vorhanden war und die Behörde weitere Probleme aufgriff waren wir überzeugt, daß wir eine sichere Betreuung unserer BewohnerInnen gewährleisten können, die nach über 5 Wochen Aufenthalt in fremden Institutionen ohne gewohnte Ansprechpersonen oder Angehörigenkontakte inzwischen deutlich gefährdeter waren als mit einer Waschmaschine ohne mikrobiologisches Gutachten oder einem Geschirrspüler ohne aktuellem Temperaturprotokoll.

Wir erstellten ein Wiederaufnahmekonzept in dem die ärztliche Versorgung klar gewährleistet werden musste, wir erstellten einen Plan in Absprache mit den Krankenhäusern und Pflegeheimen, an welchen Tagen wir unsere BewohnerInnen zurückverlegen konnten und konnten nach über einem Monat unseren BewohnerInnen und deren Angehörigen endlich einen Zeitpunkt nennen.

Seit dem 2. April

Seit einer Woche waren wir fast ausnahmslos damit beschäftigt gewesen Tests zu bekommen (was uns nur im Falle der MitarbeiterInnen gelang), Schutzausrüstung zu bekommen (kaum) und Personal zu suchen (ein schwieriges Unterfangen, daß nur aus der absoluten Not heraus geboren wurde, da uneingeschulte Pflegekräfte bei weitem nicht die bei uns gewohnte Qualität in der Betreuung bieten können). Aus der Not heraus waren wir auch gezwungen uns zum ersten Mal in unserem Leben mit Medien auseinanderzusetzen und Interviews zu geben.

Da nun die Betreuung unserer BewohnerInnen in den Krankenhäusern vorerst geklärt war konnten wir uns der Angehörigenpflege besser widmen, die aus Zeitmangel bisher nur im Minimalausmaß stattfinden konnte – uns fehlte schlichtweg Personal.

In dieser ersten Zeit unserer Bewohner in den Krankenhäusern mussten wir uns leider von 4 BewohnerInnen verabschieden, die positiv getestet innerhalb der ersten 10 Tage in den Krankenhäusern verstarben. Ein weiterer Bewohner starb etwas später in einem Pflegeheim (Corona wurde ausgeschlossen). Insgesamt verstarben innerhalb von 3 Wochen 7 BewohnerInnen, 2 in unserem Haus bevor es Tests gab und jemand Corona vermutet hätte, 4 mit Corona in den Krankenhäusern und einer in einem anderen Pflegeheim. Eine Statistik die wir sonst in etwa 2 ganzen Jahren im Haus erleben. Eine schockierende Bilanz… Entgegen unserer Gepflogenheit konnten wir bei keiner der Verabschiedungen teilnehmen.

Wir hätten uns sehr gewünscht unter anderen Bedingungen von unseren Hausgästen Abschied nehmen zu können.

Der Zeitpunkt einer Wiederaufnahme des Betriebes war von vorneherein an das Genesen unserer erkrankten MitarbeiterInnen gekoppelt. Im Endeffekt hatten wir MitarbeiterInnen, die fast 5 Wochen lang Corona-positiv getestet wurden, bei den meisten waren nach 14 Tagen erste Negativ-Tests vorhanden.

Außerdem galt es, die behördliche Mängelliste abzuarbeiten. Von fehlenden mikrobiologischen Gutachten der Waschmaschinen über den Einsatz von nicht geeigneten Staubsaugern (welche sich nach Einholen von Gutachten und Zertifikaten als gegenstandslos herausstellten) mussten wir die gesamte Parkresidenz einer Komplettdesinfektion unterziehen. Erste Angebote von Spezialfirmen beliefen sich auf knapp 30.000 EUR!!! Zum Zeitpunkt der Desinfektion, die wir in Form einer Vernebelung mit Wasserstoffperoxid schlußendlich selbst durchführten, war das Haus bereits 4 Wochen nicht bewohnt und ein Überleben eines vermehrungsfähigen Corona-Virus nach Fachmeinungen (Hygieneinstitut, beigezogener Hygienesachverständiger, Krankenhausärzte, etc.) nicht möglich. Allerdings wollte niemand seine Meinung in Form eines schriftlichen Gutachtens abgeben, weshalb die Behörde von ihrer Maßnahme der Komplettdesinfektion nicht abwich.

Nach einer fast 10 Tage dauernden Komplettreinigung der gesamten Parkresidenz durch inzwischen genesene MitarbeiterInnen der Reinigung und der Pflege führten wir also die Desinfektion mittels Vernebelungsverfahren nach einer Einschulung des Gerätes selbst durch. Die Effektivität wurde mittels Indikatorstreifen protokolliert.

Parallel dazu mussten wir sämtliche Hygieneunterlagen überarbeiten, fehlende Unterweisungen erstellen, Firmen mit der Durchführung von Wartungen und Berichten/Protokollen beauftragen. Sämtliche Dekorationsmittel wie saisonale Dekoration (Ostern) aber auch Tischdecken, Blumen etc. wie auch alle Teppiche der allgemeinen Räumlichkeiten, sowie in den Bewohnerwohnungen entfernen. Weitere Schutzausrüstung musste beigeschafft werden und wir konnten glücklicherweise einen Hygieneexperten mit unserer Betreuung beauftragen, der uns vor der Behörde verteidigen konnte – eine nicht leichte Aufgabe, vor der einige kontaktierte HygieneexpertInnen zurückschreckten.

An dieser Stelle sei erwähnt, daß die selben Behörden, die uns in dieser Notlage kontrollierten, 2 mal im Jahr Routinekontrollen in unserem Haus durchführen, und das seit gut über 10 Jahren…

Während Tag um Tag, Woche um Woche verstrich, in der wir an Durchführungsnachweisen für die Behörde arbeiteten, mussten wir unsere BewohnerInnen in den Krankenhäusern und teilweise inzwischen in anderen Pflegeheimen bzw. deren Angehörige mit unsicheren Rückkehrterminen vertrösten.

Einzig und allein das LKH Leoben betreute die verlegten BewohnerInnen vom Zeitpunkt der Evakuierung bis zu ihrer Rückkehr (1 Monat) durchgehend, die beiden anderen Krankenhäuser verlegten teilweise innerhalb von Tagen die Bewohner in andere Krankenhäuser oder Pflegeheime (aus Kapazitätsgründen). Manche BewohnerInnen wurden 3 bis 4mal verlegt bevor sie zu uns zurückkehren konnten, keine leichte Aufgabe für einen Menschen über 90.

Abhängig vom Krankenhaus war der Aufwand zu Information über den Zustand unserer BewohnerInnen zu kommen unterschiedlich hoch. Auch hier war das LKH Leoben in seiner Informationspolitik mustergültig, das beschämende Gegenteil war das Uniklinikum des alten LKH – teilweise war der Informationsfluß nur über Angehörige möglich.

2. April – Verlegung in Krankenhäuser

Die Zeit seit dem 27. März verbrachten wir in erster Linie mit Telefonaten um Tests für Mitarbeiter und Bewohner zu erwirken. Es dauerte ganze 4 Tage bis wir alle Mitarbeiter testen konnten. Einen guten Teil unserer Mitarbeiter testeten wir mit Unterstützung des LKH West selbst. Da mehr als die Hälfte aller Mitarbeiter zu diesem Zeitpunkt Corona-positiv getestet wurden und der Rest der Mitarbeiter über die Kontaktlisten per Absonderungsbescheid ebenfalls arbeitsunfähig waren standen wir vor dem Problem keine Mitarbeiter mehr für die Betreuung unserer Senioren zur Verfügung zu haben.

Was die Testung unserer Bewohner betrifft, wurden 3 Tage nach dem ersten Befund 4 Bewohner getestet, davon waren 3 positiv und der 4. Test dauerte fast eine Woche bis ein Ergebnis feststand. Egal was wir versuchten, es gelang uns nicht weitere Tests für die restlichen 20 Bewohner zu erwirken.

Nach einer Selbstanzeige bei der Behörde konnten wir wenigstens 5 unserer Bewohner mit den stärksten Symptomen ins Krankenhaus verlegen. Mehr war aus Gründen von Kapazitätsengpässen der Krankenhäuser nicht möglich. Als „Hilfestellung“ bescheidetet die Behörde 3 negative Mitarbeiterinnen als Schlüsselpersonal, wodurch diese trotz Kontakt zu positiv Getesteten die Arbeit wieder aufnehmen durften. Diese 3 Mitarbeiterinnen kümmerten sich 3 Tage um 16 BewohnerInnen, eine von ihnen war über 48 Stunden im Dauereinsatz.

3 Tage nach der Selbstanzeige führten die Behörden, die in der Zwischenzeit offensichtlich keine Idee hatten wie uns geholfen werden könnte, eine behördliche Kontrolle mit dem Schwerpunkt Hygiene durch. Diese musste ohne Beisein von Heimleitung, Pflegedienstleitung, Pflegedienstleitung-Stellvertretung und Hygieneverantwortlichen durchgeführt werden, die entweder Corona-positiv, oder per Absonderungsbescheid in Quarantäne waren.

Wir hatten leider sehr schnell feststellen müssen, daß das einzige Mittel das uns zur Verfügung stand, um Politik, und damit die Behörden, zu einer Reaktion zu zwingen, die Medien waren. Die behördliche Kontrolle, die außer einem desaströsen Bild des Hygiene-Ist-Zustandes – zu einem Zeitpunkt wo nach Krankenständen und einem fast Komplett-Ausfall des Personals nach einer Woche gewisse Abstriche hinzunehmen sind – weiterhin keine Lösung für die sichere Betreuung unserer Senioren brachte. Eine Woche nach dem ersten positiven Befund waren weiterhin 19 BewohnerInnen ungetestet!! Die Mängelliste an Hygieneverfehlungen war schier endlos, Personal keines vorhanden, und die Behörde meinte „klären sie das mit dem Personal bis 18 Uhr“.

Dies führte dazu, daß wir die Anfrage des ORF-Steiermark für ein Fernseh-Interview dann doch akzeptierten. Der ORF traf noch vor unserer Zusage während des telefonischen Abschlußgespräches mit den Amtssachverständigen der behördlichen Kontrolle ein und wir führten das in „Steiermark heute“ vom 2. April ausgestrahlte Fernsehinterview. Während der ORF seine Kameras einpackte kam plötzlich ein Anruf des Rettungskommandanten des roten Kreuzes, der beauftragt worden war sämtliche unserer verbliebenen Bewohner in Krankenhäuser zu verlegen.

Innerhalb von weniger als einer halben Stunde fuhren die ersten Rettungen vor und die Verlegung glich anfangs einer Evakuierung eines brennenden Hauses. Mit den wenigen Mitarbeiterinnen die uns zur Verfügung standen mussten möglichst alle Bewohner beruhigt werden, es musste erklärt werden was nun geschehe und warum. Sämtliche Unterlagen die für eine Verlegung ins Krankenhaus notwendig sind (medizinische Dokumente, persönliche Habseligkeiten) mussten in wenigen Minuten zusammengesucht werden – eine furchtbare Situation für unsere BewohnerInnen und Mitarbeiterinnen. Trotzdem waren wir froh, daß eine Lösung für eine sichere Betreuung unserer BewohnerInnen gefunden werden konnte.

Unsere BewohnerInnen wurden auf 3 Krankenhäuser aufgeteilt: LKH Leoben, LKH West und das Uniklinikum des alten LKH.

Direkt vor der Verlegung wurden von allen BewohnerInnen in der Parkresidenz Abstriche genommen, die innerhalb der nächsten 1-2 Tage ausgewertet wurden. Ein gutes Drittel unserer BewohnerInnen war positiv.

Nach der mehrere Stunden dauernden Verlegung war unser Haus zum ersten Mal seit 1998 nicht „in Betrieb“. Mit Ausnahme von Mitarbeiterinnen die ihre Quarantäne freiwillig in der Parkresidenz verbrachten, um die eigenen Familienmitglieder zuhause zu schützen, bzw. MitarbeiterInnen die sowieso auf dem Gelände wohnen war das Haus zum ersten Mal seit über 20 Jahren leer – eine mehr als ungewohnte Situation, wenn 365 Tage im Jahr – 24 Stunden am Tag immer Betrieb herrscht.

27. März – 1. Coronafall

Am Freitag den 27. März wurde uns mitgeteilt, daß ein Bewohner, der 2 Tage zuvor die Parkresidenz verlassen hatte, im Krankenhaus positiv auf Corona getestet worden war.

Wir tun Alles, um die Situation so gut wie möglich zu lösen!

Vorsichtsmaßnahmen vor dem 27. März

Die von uns betreuten Bewohner haben ein durchschnittliches Alter von 90 Jahren und vielfach schwere Vorerkrankungen. Dadurch sind sie Teil der Höchstrisiko-Gruppe unserer Gesellschaft – eine Infektion hätte in den meisten Fällen schwerwiegende, und in vielen Fällen mitunter wohl auch tödliche Folgen (dies ist im Moment den Statistiken der bereits schwer betroffenen Gebiete Asiens und Europas zu entnehmen).

Wir sind uns unserer Verantwortung bewußt und setzen alles daran, nicht nur im Bereich der Parkresidenz, sondern auch jeder Mitarbeiter im eigenen privaten Umfeld, professionell mit der Pandemie-Situation umzugehen und vor allem soziale Kontakte außerhalb des Hauses möglichst gänzlich zu vermeiden.

Um das Besuchsverbot für unsere Bewohner möglichst erträglich zu gestalten, nehmen wir uns vermehrt Zeit für die Anliegen, sowie individuelle Gespräche mit unseren Bewohnern.

Zusätzlich haben wir die Möglichkeit der Videotelefonie eingerichtet. Wenden Sie sich bei Fragen an uns.

Seit Freitag (13. März)

In Reaktion auf Empfehlungen der Landesregierung und die Pressekonferenz der österreichischen Bundesregierung haben wir ein vollständiges Besuchsverbot mit Ausnahme von PalliativpatientInnen oder Sterbenden ausgesprochen. Dadurch hat sich die Zahl der Besuche auf derzeit NULL reduziert. Schlüsselberechtigungen für Angehörige werden entzogen. Der selbständige Zutritt zur Parkresidenz ist somit nur mehr den Mitarbeitern und Bewohnern möglich. Da einzelne Bewohner nicht freiwillig am Verlassen des Areals gehindert werden konnten, um Bank-, Einkaufs- oder Cafébesuche zu tätigen, wird in Absprache mit dem Vertretungsnetzwerk in einzelnen Fällen die Möglichkeit zum selbständigen Verlassen des Hauses entzogen – Einerseits im Sinne der Selbstgefährdung, wichtiger aber im Sinne des Schutzes des gesamten Hauses. Weiterhin ermuntern wir die Bewohner in den Park zu gehen. Das Verständnis der Bewohner ist positiv und wächst zunehmend.

Die Versorgung unserer Bewohner ist sichergestellt. Der überwiegende Teil der Lebensmittel wird nun durch Lieferanten zugestellt. Das individuelle Einkaufsservice wird sinnvoll adaptiert um möglichst viel geliefert zu bekommen und unsere Mitarbeiter möglichst vom Rest der Bevölkerung (Geschäfte) fernhalten zu können. Einzelne Dinge werden möglichst gesammelt in wenigen Einkaufsfahrten besorgt.

Seit Mittwoch (11. März)

Wir haben die Eingangstüren der Parkresidenz verschlossen – Zutritt und Verlassen des Hauses ist elektronisch geregelt – nur mehr Personen mit Schlüssel haben Zugang (Mitarbeiter, Bewohner und Angehörige). Angehörige werden im Eingangsbereich aufgefordert vor dem Betreten unser Personal zu kontaktieren – die meisten werden gebeten von einem Besuch Abstand zu nehmen. Das Verständnis ist in den meisten Fällen sehr positiv.

Für einige wenige (schwer pflegebedürftige) Bewohner wird nach Absprache mit einzelnen Bezugspersonen ein geregelter Besuch unter Einhaltung besonderer hygienischer Maßnahmen ermöglicht. Besuche werden zusätzlich in einem Besucherregister protokolliert und die Besucher ganz besonders auf die Einhaltung sozialer Kontaktreduzierung im eigenen privaten Bereich hingewiesen.

Bewohner und Mitarbeiter werden im Zuge des Mittagessens über die Situation und Vorgehensweisen informiert. Bewohner werden ermuntert weiterhin im Park spazieren zu gehen, das Areal jedoch nicht zu verlassen. Das Personal wird eindringlich auf den Ernst der Lage hingewiesen und aufgefordert, soziale Kontakte ausserhalb der Parkresidenz auf ein absolutes Minimum zu beschränken.

Externe Dienstleistungen wie etwa Physiotherapie, Fußpflege oder Friseur werden vorerst eingestellt. Lieferanten betreten das Haus nicht mehr. Sämtliche Fluchtwege sind natürlich weiterhin benützbar.

Stand: 8. Juni 2020, H. Schenk